Die Ergebnisse der Jugendumfrage

„Jung und glücklich an deinem Wohnort?!“ ist eine auf Dauer angelegte Plattform im Jugendnetz Baden-Württemberg (http://www.deinestimme.jugendnetz.de/) zur Umsetzung von Umfragen unter Jugendlichen auf kommunaler Ebene. Sie bietet Jugendlichen die Möglichkeit, die Infrastruktur und die Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen in ihrer Gemeinde zu bewerten und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Die Umfrage beinhaltet 10 Fragebereiche zum Leben der Jugendlichen in der eigenen Gemeinde. Die meisten Fragen des Fragebogens werden nach dem Schulnotensystem von 1 (trifft voll und ganz zu/sehr gut) bis 6 (trifft überhaupt nicht zu/ungenügend). Zudem gibt es abschließend eine offene Frage, bei der die Jugendlichen drei Wünsche äußern können.

Teilnehmer

An der Jugendumfrage in Bad Dürrheim haben insgesamt 116 junge Menschen teilgenommen, davon wurden die Umfragebögen von 56 weiblichen und 60 männlichen Jugendlichen ausgefüllt. Beteiligt haben sich Jugendliche im Alter von 13 – 24 Jahren, wobei die Mehrheit bei den 15 – 17 Jährigen lag.

Sie haben insgesamt 261 Vorschläge zur Verbesserung ihrer Lebenssituation gemacht bzw. Wünsche dazu geäußert.

Persönliche Situation

Der größte Teil (80%) der Jugendlichen sehen ihre Zukunft im Allgemeinen eher positiv, während sich knapp 20 % der Jugendlichen noch keine Gedanken über ihre Zukunft gemacht haben. Nur 4 sehen ihre Zukunft eher negativ.

Wohnort

Die große Mehrheit der Jugendlichen lebt gerne in Bad Dürrheim. 11 der Stimmen liegen im Bereich zwischen der Schulnote 4 und 6. Auch empfinden die Jugendlichen die Menschen an ihrem Ort mehrheitlich als freundlich Kindern und Jugendlichen gegenüber. Immerhin fast ein Drittel der Jugendlichen findet die Menschen in Bad Dürrheim eher nicht kinder- und jugendfreundlich. Beim Thema kinder- und jugendfreundliche Politik bewegen sich die meisten Antworten im Mittelfeld, 40 Jugendliche beurteilen diese als eher negativ.

Politische Beteiligung junger Menschen

Die Beteiligung der jungen Menschen an politischen Entscheidungsprozessen beurteilen die meisten der Jugendlichen als mittelmäßig bis verbesserungswürdig, nur 20 Jugendliche als gut. Der Großteil findet sich mit ihrer Aussage im Mittelfeld der Antwortmöglichkeiten. Fast die Hälfte der Teilnehmer äußern, dass ihre Wünsche und Interessen eher wenig ernst genommen werden. Der größere Anteil der Jugendlichen (70) gibt an, sich verstärkt in seinem Wohnort zu engagieren. Die Jugendlichen wünschen sich mehr Beachtung ihrer Themen und Interessen, besonders im Vergleich zu den Kurgästen und zur älteren Generation, sowie mehr Mitspracherecht. Sie wünschen sich außerdem ein Aufgreifen jugendpolitischer Themen im Gemeinderat bzw. einen Jugendgemeinderat, sowie mehr politische Bildungsangebote. Die Jugendlichen in Bad Dürrheim wollen an der Entwicklung jugendgemäßer Angebote beteiligt werden und sie wünschen sich eine schnelle und verlässliche Umsetzung der Projekte. In auffallender Weise äußern sie sich sehr konkret zu bestimmten politischen Anliegen in ihren jeweiligen Ortsteilen.

Treffpunkt und Freizeit

Zwei Drittel der Jugendlichen ist mit dem Freizeitangebot in Bad Dürrheim zufrieden. Besonders gut werden hier die Vereine und Jugendgruppen bewertet, bei nur 20 Jugendliche schneiden diese eher nicht gut ab. Auch mit den Sportangeboten ist der Großteil der jungen Menschen sehr zufrieden, wogegen die Jugendtreffpunkte von immerhin 47 Jugendlichen kritisch gesehen werden.

In Bezug auf kulturelle Einrichtungen und Treffpunkte im öffentlichen Raum sehen die Jugendlichen noch einen größeren Versorgungsbedarf.

Schule/Ausbildung/Beruf

Über zwei Drittel der jungen Menschen sind mit dem Angebot von Schulen zufrieden, 27 äußern sich eher negativ. Auch mit der Ausstattung der Schulen besteht große Zufriedenheit. Die Arbeitsplatzsituation und damit auch die beruflichen Perspektiven in Bad Dürrheim werden von der Mehrheit der Jugendlichen als positiv angesehen.

Sicherheit

Fast 90 % der Jugendlichen fühlen sich sicher, wenn sie abends oder nachts unterwegs sind. Dennoch gaben 32 Jugendliche an, dass sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben, 12 der teilnehmenden Jugendlichen gaben sogar an, geschlagen bzw. überfallen worden zu sein und 15, dass sie Angst haben, wenn sie abends/nachts im Ort unterwegs sind.

 

Armut

Die jungen Menschen in Bad Dürrheim haben eher wenig mit Armut zu tun. Die meisten Jugendlichen wissen auch nicht, ob die Gemeinde genug gegen Kinder- und Jugendarmut tut.

Immerhin 6 Jugendliche geben an, sich auf Grund von Armut ausgeschlossen zu fühlen.

ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr ist für die jungen Menschen in Bad Dürrheim den abgegebenen Stimmen zufolge das wichtigste Thema. Zwei Drittel aller Teilnehmer hält die Zugverbindungen für absolut verbesserungswürdig.

 

Drei Wünsche

Am Häufigsten wurden Wünsche zum Themenbereich ÖPNV geäußert, gefolgt von den Themen Jugendtreffs, Infrastruktur (Versorgung mit Läden und Gastronomie) und Freizeitmöglichkeiten.

Auch der Wunsch nach einer besseren Akzeptanz der Jugendinteressen und schnelleren Internetverbindungen erscheint mehrfach.

 

ÖPNV

Die Jugendlichen wünschen sich vor allem bessere Zugverbindungen nach und von Villingen Schwenningen. Auch die Busverbindungen z.B. nach Villingen Schwenningen und Donaueschingen, sowie in die Teilorte sollen verbessert werden.

 

Freizeit

Neben Jugendtreffs und Orten, an denen Partys gefeiert werden können, wünschen sich viele Jugendliche ein Kino oder eine Disko. Auch mehr jugendgemäße Feste und Events werden thematisiert. Einige der Jugendlichen möchten mehr Sport- und Freizeitangebote und haben dabei auch spezielle Ideen, wie eine Dirt-Bike-Strecke, eine Longboard-Bahn oder einen Kletterwald. Besonders wird auch das „Minara“ thematisiert, um dessen Zukunft sich die Jugendlichen Sorgen machen, bei dem sie aber auch Verbesserungswünsche anmelden. Außerdem werden ein besserer Zugang zu bestimmten Sport- und Fußballplätzen und eine Verbesserung der Spielplatzsituation gewünscht.

 

Infrastruktur

Vielfach wurde der Wunsch nach mehr Einkaufsmöglichkeiten, insbesondere Kleiderläden und nach einem vielseitigeren gastronomischen Angebot formuliert. Neben allgemeinen Wünschen nach Kneipen und Cafés werden konkrete Ideen, wie z.B. ein Bubble-Tea-Laden, ein Döner oder ein Donut-Laden geäußert.

„O – Töne“ aus der Umfrage (offene Felder)

  • Überwachung der geplanten 30-er Zone in Oberbaldingen.
  • Nicht nur auf die KURGÄSTE fixieren die Jugend ist ebenfalls die Zukunft Bad Dürrheim
  • Neue Vielzweckhalle in Oberbaldingen, für Sport und Veranstaltungen.
  • Mitsprache bei der Umwelt (z.B. Splittstreuung statt Salz
  • Miete kaum jemand hat die schoss der 18 geworden ist in Bad Dürrheim zu wohnen eil die mieten einfach zu hoch sind
  • Mehr und besser gepflegte Straßen und Spielplätze für Kinder und die Straßen für Autofahrer damit weniger Verkehrsunfälle passieren und Kinder mehr Spaß haben können beim Spielen im Freien.
  • Mehr öffentliche Orte beispielsweise seinen Geburtstag zu feiern (so in etwa wie das Pfadfinderheim)
  • kein Handy verbot in den Pausen der Schule
  • kfc kette nach Bad Dürrheim holen
  • Jugendliche Straftäter sollten härter bestraft werden, da immer die gleiche “Mist” bauen
  • Faire Preis für Jugendliche und Einwohner bei den Angeboten wie Solemar, Sommer Symphonie, Fitness usw…
  • Einen gescheiten ebenen Fußball Platz in Unterbaldingen ohne Mulden im Acker
  • Ein “neues” Minara und ein Schwimmbad (Hallenbad/Freibad mit Rutsch) erhalten, z.B. wie in Aquari Hüfingen, mit Strudel
  • Ein besseres Feuerwehrauto, damit es die Feuerwehr Sunthausen wieder geben kann.
  • Ein bestimmter Ort wo Mann ungestört in einem Dorf Party machen kann für jugendlichen
  • Das versprochene Geschenk für die Gewinner des Stille-Musel-Projektes.
  • Das wir wieder auf den Sportplatz dürfen
  • Dass die Feuerwehr Sunthausen ihr gutes Auto bekommt.
  • Die Busse sollen morgens so fahren, dass man pünktlich zur Schule in Villingen kommt, aber nicht noch eine halbe Stunde warten muss, bis sie beginnt.
  • Das die GWRS nicht geschlossen wird
  • Breiteres Angebot im Sportverein. In Bad Dürrheim kann man effektiv nur im Volleyball oder im Fußball erfolgreich trainieren. Als Junge sogar eigentlich nur im Fußball.
  • Bessere Busverbindung nach Unterbaldingen und keine Bushaltestelle auf der Straße (Unfall Oberbaldingen), sondern wie vorher.
  • attraktive Arbeitsplätze schaffen (lassen)
  • auch an die Jugend denken -NICHT nur an RENTNER
  • Bessere Busverbindungen in alle Teilorte von Bad Dürrheim sowie Städte wie Donaueschingen und Villingen – Schwenningen.
  • Das Jugendhaus Bohrturm besser kontrollieren.
  • Eintritt ins Salzstüble ab 16 Jahren

Download der Präsentation der Ergebnisse (PDF)

 Ihr seid dran!

Habt ihr auch mitgemacht? Was ist eure Meinung zu den Ergebnissen? Teilt ihr die Wünsche eurer Mitmenschen? Schreibt uns einen Kommentar! :-)

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