Drei Arbeitsgruppen, viele Ergebnisse: “Wir haben die richtigen Ideen!”

Die Jugendlichen organisieren sich in Arbeitsgruppen und arbeiten ganz konkret an ihren Themen. Sie diskutieren Ideen, machen Pläne und machen die nächsten Schritte klar. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im Anschluss ihren Altersgenossen, Gemeinderäten, Stadtverwaltung und Bürgermeister Klumpp.

Mitreden, Mitgestalten, Mitentscheiden: “Wir bringen Beteiligung auf den Weg!”

Mitreden, Mitgestalten, Mitentscheiden

Marian Nann fasst die Diskussionen seiner Gruppe zusammen: “Mitgestalten heißt für uns nicht, einen Jugendgemeinderat in Bad Dürrheim zu haben. Unsere Stadt ist zu klein dafür und ein Jugendgemeinderat wäre zu institutionalisiert. Statt desssen sollte man das Jugendforum weiter behalten, vergrößern und mehr Leute zum Mitmachen motivieren!”

Der Jugendliche erläutert die Ideen seiner Gruppe: “Werbung für unsere Jugendbeteiligung ist das A und O. Wir müssen Vereine mit ins Boot bringen, die Presse und die Schulen. Informationen können wir auf unsere Facebookseite stellen und bei Bedarf eine Facebookgruppe kreieren und alle Jugendlichen dazu einladen. Beim Stadtjugendring können wir ansprechen, dass es ein Jugendforum gibt. Wir machen publik, was in Sachen Jugendbeteiligung gemacht wird und bringen so mehr junge Einwohner dazu, mitzumachen.”

Jan Cebulla fällt ein Problem auf: “Wie lösen wir die Haftungsfrage? Wenn wir etwas organiseren und Informationen öffentlich machen, könnte jemand damit Unfug treiben. Jemand müsste die Verantwortung übernehmen. Wie sieht es mit der Haftung aus?”

Benedikt Martin ergänzt Gedanken zum Jugendforum: “Interessante Themen sollten gleich in die Einladungen geschrieben werden, um mehr Teilnehmer zu motivieren. Ein Brief des Bürgermeisters ist zwar gut, aber mit dieser Ergänzung könnte die Teilnehmerzahl deutlich besser aussehen. Wir werden Jugendliche zur Beteiligung ansprechen und jugendbeteiligung-bd.de zeigen.

Die Jugendforen selbst sollten keinen festen Rythmus haben. Es reicht sich ungefähr jedes halbe Jahr mit klaren Themen zu treffen – auf keinen Fall ohne. Die Gemeinde soll die Themen ganz klar in die Einladungen schreiben.”

Udo Wenzl, Moderator und Berater für Partizipation, empfiehlt: “Zu den Ausschüssen der Stadt kann man laut Gemeindeordnung sachkundige Einwohner einladen. Liebe Kommunalpolitiker, nutzen Sie das und laden Sie die Jugendliche in die Ausschüsse ein. Sie haben hier Experten vor Ort!”

Freizeitmöglichkeiten: “In Bad Dürrheim ist nichts los – wir ändern das!”
Freizeitmöglichkeiten

Florian Kleinhans fängt mit der Präsentation der Ideen seiner Gruppe an: “Im Winter sollte es mehr Sportangebote im Minara geben. In Kombination mit einer günstige Jahreskarte, gescheiter Bäderleitung und mehr Werbung fürs Minara wird das eine runde, attraktive Sache.

Das Jugendhaus muss sein Image aufbessern, damit es von der Masse der Jugendlichen angemommen wird. Jetzt ist das Image zu schlecht. Wir fühlen uns nicht willkommen. Bad Dürrheimer Jugendliche könnten wir in ins Jugendhaus einladen. Ganz wichtig ist es aber auch, die Eltern vom alten Image wegzukriegen – zu oft hört man, man solle da nicht hingehen. Wir müssen unser privates Umfeld von einem gutem Jugendtreff zu überzeugen – jeder selbst.  Dazu könnte man Abende veranstalten und allen zeigen, dass es ein toller Platz ist um sich mit seinen Freunden zu treffen. Es gilt im Blick zu haben das Nivau von jetzt halten und zu verbessern.”

Jan Cebulla schlägt vor, dass “das Jugendhaus im Sommer regelmäßiger und früher offen haben sollte. Dann lernen auch mehr Jugendliche das Jugendhaus kennen, wenn dort etwas geboten wird.”

Ein weiterer Vorschlag ruft nach “monatlichen Events – zum Beispiel eine Nachherdisko und Open-Air-Kino!”

Markus Thoma, Stadtjugendpfleger, findet die Ideen großartig: “Das Jugendhaus kann ein Eventzentrum sein – und alles was in Bad Dürrheim nicht möglich ist, organisieren wir. Wir könnten zum Beispiel Abends den Transport und die Heimfahrt nach Donaueschingen in die Disko organisieren.” Solche Ausfahrten könnten dann zum Beispiel auch in eine Paintballhalle führen, wie Maurice Lüttringhaus sie sich wünscht.

Maurice greift noch einmal ein anderes Sportangebot auf: “Unser Sportplatz ist unbespielbar. Die Tore und große Rasenflächen stehen unter Wasser. Der Platz muss erneuert werden. Die zwei Tore an der Realschule sind einfach keine gute Lösung. Gut vorstellen kann ich mir auch ein Minifeld bei der Dirtbike-Strecke am Jugendhaus. Das würde auch nochmal das Jugendhaus attraktiver machen!

Danach wäre es super, wenn man es in Bad Dürrheim Grillplätze gibt. Wo können wir uns schon einen gemütlichen Abend am Feuer machen?”

Jan Cebolla fügt noch einen weiteren guten Gedanken hinzu: “Wir sollten Vereine, Öffnungszeiten sowie Events sammeln und online stellen – und das bitte barrierefrei!” Eine Plattform dafür bietet jugendbeteiligung-bd.de. Schickt einfach eine Mail mit den Daten eures Vereines oder Veranstaltungen oder Ankündigungen. Wir freuen uns natürlich auch tierisch über dauerhaft aktive Redakteure. Sprecht uns an. :-)

Treffpunkte drinnen und draußen: “Wir brauchen Treffpunkte für unsere Abende!”
Treffpunkte drinnen und draußen

Marlene Abert nimmt (zum Glück) kein Blatt vor den Mund: “Wir wünschen uns eine Kneipe oder Bar ab 16, wo man mit seinen Freunden gemütlich einen Trinken kann. Vielleicht kann man auch das Jugendhaus aufwerten und für Themenabende Ausnahmen machen, um auch dort im Warmen etwas trinken zu können.”

Natalie Groß: “Schön wäre auch eine Zusammenarbeit mit den Vereinen. Sie könnten sich mit Themen- und Mottoabenden abwechseln, damit sich Jugendliche untereinander kennen lernen können. Jugendlichen erfahren dadurch auch, welche Vereine es gibt und können dort Mitglied werden!”

Annika Martin: “Ich forder die Sperrzeitverkürzung. Es gibt so wenig Möglichkeiten als Jugendlicher in Bad Dürrheim etwas zu machen, da kann man ruhig den Jugendliche eine Stunde länger nachts geben.”

Meike Schmid vom Jugendhaus ist begeistert: “Die Vereinsabende sind eine gute Idee! Wir im Jugendhaus könnten Themenabende machen, die das Umfeld des Jugendhauses betreffen, zum Beispiel die Skateanlage. Wir haben in der Arbeitsgruppe heute noch keine Vereinbarung getroffen, werden uns aber noch einmal treffen um weiter zusammen zu arbeiten.”

So geht es weiter

Walter Klumpp, Bürgermeister, nimmt das Mikrofon und bedankt sich bei den Organisatoren, Erwachsenen und vor allem den Jugendlichen: “Die Ideen heute Abend waren sehr gut und haben sicherlich auf die Gemeinderatsmitglieder einen ganz besonders positiven Eindruck gemacht.

Ich wünsche mir, dass wir in Zukunft auch weiterhin die Ideen der Jugendlichen besprechen. Ich finde es ist ein guter Vorschlag, dass wir uns zweimal jährlich zum Jugendforum treffen. Die Themen sollten wir von den Jugendlichen kommen – manche Themen erkennen wir ja schließlich gar nicht!

Sehr positiv ist, dass wir tolle Ansprechpartner wie Frau Schmidt, Frau Gaukel und Herrn Thoma in unserer Stadt haben. Bei den Diskussionsrunden habe ich herausgehört, dass die ein oder andere Unterstützung gewünscht ist.

Ich freu mich auf das weitere Zusammenwirken und hoffe, dass wir im Gemeinderat die Themen im Sinne der Jugendlichen entscheiden. Das Minera ist ja ein großes Thema, darüber wird am 5. März öffentlich gesprochen. Dort kann jeder Einwohner seine Meinung zu diesem wichtigem Thema sagen. Ihr seid alle herzlich eingeladen!”

Was sind eure Ideen und Vorschläge? Was wollt ihr in Bad Dürrheim verändern? Sicherlich liegt euch jetzt viel auf der Zunge. Der Platz dafür ist unser Forum – eröffnet gleich jetzt euer Thema und macht den ersten Schritt zur Verwirklichung eurer Idee!

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