Einladen, ermutigen und inspirieren – Bad Dürrheim will deine Stimme!

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Die Stadt Bad Dürrheim lädt Jugendliche zu einem Jugendforum ein. Das ist ein wichtiger Schritt, um eine Beteiligungsverfahren für Jugendliche in der Kommune zu entwickeln. Die KommunalpolitikerInnen Eurer Stadt benötigen Euer Wissen, wie eine jugendgerechte Beteiligung zukünftig aussehen soll. Und Euer Bürgermeister sowie die Gemeinderäte kommen ebenfalls zum Jugendforum, hören Euch zu und nehmen Eure Anregungen auf. Es geht darum, die Perspektive der Jugendlichen in die Entwicklung Eurer Stadt miteinzubeziehen. „Wie lebe ich in Bad Dürrheim, was möchte ich schon immer mal der Politik sagen, wo sehe ich Handlungsbedarf und wie soll die Jugendbeteiligung zukünftig organisiert sein?“ – diese Leitfragen werden Euch bei dem Jugendforum beschäftigen. Wie der genaue Ablauf sein wird, dies werden wir Euch dann am Tag selber sagen. Am Ende der Workshop-Phase gibt es eine Präsentation der Workshop-Ergebnisse vor Euren GemeindepolitikerInnen. Weitere interessierte erwachsenen Personen Eurer Stadt wie z.B. Eure Schulleitungen sind ebenfalls eingeladen.

Neben dem Jugendforum wird es aber auch noch eine umfassende Jugendumfrage geben. Dazu wird der Bürgermeister alle Jugendliche anschreiben und bitten, an der Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse der Umfrage werden dann bei dem Jugendforum vorgestellt und mit Euch allen diskutiert.

Einladen, ermutigen und inspirieren – ein paar grundsätzliche Gedanken zur Jugendbeteiligung

Jugendliche werden eingeladen und können mitreden, mitentwickeln und mitgestalten. An einer wirklichen Mitbestimmung und einer wirklichen Mitentscheidung der jungen Generation wird derzeit intensiv gearbeitet. Jugendliche werden ermutigt, ihre Sicht auf die Stadt zu formulieren und werden inspiriert, Ideen einzubringen. Wenn die Jugendlichen ihre Ergebnisse vorstellen, zeigen sie den Erwachsenen, was ihre Ideen und Anliegen sind und tragen somit zur Stadtentwicklung mit bei. Aber dies ist noch nicht in allen Kommunen selbstverständlich. Aber es geschieht zunehmend in immer mehr in baden-württembergischen Kommunen, dass sich Jugendliche nicht nur in Jugendgemeinderäten an der kommunalen Entwicklung beteiligen können, sondern auch innerhalb vielfältiger offener Beteiligungsformen.

Wenn Kinder und Jugendliche wieder erleben können, dass sie nicht ständig wie Objekte belehrt, gemaßregelt, beschult und erzogen werden, sondern dass sie in ihrer Kommune von anderen Mitgliedern beachtet und wertgeschätzt werden, wenn ihnen zugetraut würde, Aufgaben zu übernehmen, die für die Kommune und das kommunale Leben wichtig sind, dann könnte sich jedes Kind und jeder Jugendliche als jemand erfahren, der mit seinen besonderen Talenten, mit seinen erworbenen Fähigkeiten und seinem bisher angeeigneten Wissen in dieser besonderen Weise zum Gelingen von etwas beitragen, was nur in einer gemeinsamen Anstrengung gelingen kann.

Gerald Hüther, Kommunale Intelligenz, Seite 41, 2013

Die Jugendlichen entwickeln unterschiedliche Ideen und Lösungen zu bestimmten Themen und finden so heraus, wo und wie sie sich weiter engagieren wollen. Die Vorstellung der Workshop-Ergebnisse zeigt den Erwachsenen, welche Vorstellungen die Jugendlichen von der Zukunft der Kommune haben. Die Erwachsenen honorieren mit Wertschätzung die Arbeit und das Engagement der Jugendlichen und greifen deren Anliegen auf. Nach dem Forum bilden sich dann meist Arbeits- und Projektgruppen, die aus Anliegen konkrete Maßnahmen entwickeln. Jugendliche und Erwachsene, meist die politisch Verantwortlichen und MitarbeiterInnen der Verwaltungen, arbeiten ganz konkret zusammen.

Wenn viele (junge) Menschen in einem Raum zusammen arbeiten, dann ist dies auch politische Bildung und Dialog mit den politischen Verantwortlichen. Dies bestärkt das politische Interesse der Jugendlichen, nutzt und fördert die Stärken jedes Einzelnen sowie die Fähigkeit, mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten und sich aufeinander einzulassen.

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